Die Perser

Das Stück beginnt mit einem Monolog des Chorführers, der als Vertreter der persischen Edelleute ausführlich erzählt, wie das gewaltige Heer des Perserkönigs Xerxes I. sich auf den Weg nach Griechenland macht, um die Niederlage seines Vaters Darius I. bei Marathon zu sühnen und die griechischen Städte seinem Reich anzuschließen. Darauf fällt der restliche Chor ein und führt die Erzählung weiter, berichtet dabei nicht nur von ersten Siegen, sondern auch von der Unterjochung des Meeres selbst – gemeint ist der Bau einer Brücke über den Hellespont, der die Erdteile Asien und Europa voneinander trennt. Doch auch die Sorge der einsam leidenden Perserfrauen um ihre in den Krieg gezogenen Männer bleibt nicht unerwähnt.

Nun tritt die Königinmutter Atossa, Frau des verstorbenen Darius, auf, die den versammelten Chor der Edelleute um Rat bittet. In einem Traum hat sie zwei Schwestern gleichen Stammes gesehen, die eine in persischem, die andere in griechischem Gewand, die bald in Streit und Zank geraten. Xerxes versucht, sie zu besänftigen und den Streit dadurch zu schlichten, dass er beide durch ein Joch vor seinen Wagen spannt. Doch wo die eine dieses willig annimmt, zerreißt die andere ihre Bande und schleift den Wagen zügellos davon. Als Folge stürzt Xerxes unter den Augen seines Vaters vom Wagen. Dessen gewahr zerreißt er aus Scham seine Kleider.